Was ich mir als Gast in einem Hotel wünsche.

ch habe schon viel erlebt, wenn ich auf Reisen in Hotels war. Oder wenn ich in einem Kurs oder bei einer Sportwoche gewesen bin. Dass es, wenn ich alleine reise, immer überall dasselbe ist: Ich werde empfangen und man sagt mir immer, dass ich ein Formular ausfüllen soll und so weiter. Ok, ich frage dann die Mitarbeiter, ob sie das für mich machen würden.

 

Klar sage ich, dass ich sehbehindert bin. Nicht immer, aber immer öfter. Was sie dann sagen, ist immer, wo das Zimmer ist und im welchem Stock. Wenn ich nicht frage, wird nicht einmal gesagt, wo der Frühstücksraum ist. Was mir auch auffällt, ist, dass beim Frühstücksbuffet nie eine Bedienung ist, die man etwas fragen kann.  Klar, wenn ich ein Zimmer buche, mache ich es immer per Telefon oder per E-Mail. Was auch wichtig ist: immer abklären, was alles möglich ist. Was für mich auch immer wichtig ist, ist, dass ich eine Buchungsbestätigung bekomme.

 

Reden wir mal über die Voraussetzungen, die ich als sehbehinderter Gast brauche. Reise ich alleine, dann möchte ich an der Rezeption eine Begleitung, die mir den Weg zu meinem Zimmer zeigt und mir die dortigen Gegebenheiten erklärt. Dazu gehören sanitäre Anlagen genauso wie das Mobiliar, Lichtschalter und Steckdosen. Gut ist auch eine Telefonnummer, die ich bei Fragen anrufen kann, wenn es sich um ein weitläufiges Haus handelt. Außerdem möchte ich wissen, wo der Frühstücksraum ist. Für mich reicht es aus, wenn man mir das einmal zeigt.

 

Sind Bad und Toilette außerhalb des Zimmers und muss ich die Räume noch mit anderen Personen teilen, geht das schon, wenn man mir zeigt, wo alles ist. Klar sehe ich nicht immer, ob die Dusche noch nass ist oder nicht. Man kann auch nichts liegen lassen, weil man nicht weiss, ob es dann hinterher noch dort ist. Ich mag lieber Hotelzimmer, wo alles in einem Zimmer ist. Auch dort würde ich es gerne so haben, dass man mir erklärt, wo das Licht ist und die Steckdose und wenn es einen Fön gibt, dass man mir erklärt, wie er funktioniert.

 

Beim Frühstücksbuffet brauche ich immer sehr viel Hilfe. Weil ich nicht sehen kann, was wirklich da ist. Zum Beispiel beim Brotschneiden, wenn kein geschnittenes Brot da ist. Oder eben, dass mir erklärt wird, was es alles gibt. Es gibt ja Käse, Fleisch, Müsli, verschiedene Konfitüren und Brotaufstriche sowie Joghurt, Früchte und Birchermüsli. Kaffee, Tee, Orangensaft an den Tisch zu bringen, würde mir auch sehr helfen.

 

Klar, mir braucht man nur einmal zu erklären, wo was ist. Ich kann mich sehr gut selbst orientieren. Ich kann mir gut merken, in welchem Stock das Zimmer ist und wo die Zimmertür ist, obwohl das für jemanden, der sehbehindert ist, nicht immer einfach ist. Ich gehe sehr gerne Treppen hinauf. Wenn ich mit dem Lift fahre, sehe ich nicht immer, ob ich im richtigen Stockwerk bin. Was für mich auch nicht einfach ist: wenn es viele Zimmer in einem Stock gibt oder wenn es verwinkelt ist.

 

Wenn im Gang grelle Beleuchtung ist, dann ist das genauso schrecklich, wie wenn es dunkel ist. Ich habe mit beidem viel Mühe, um dann das Zimmer zu finden. Leider habe ich eine Laktoseintoleranz und deshalb kann ich nicht alles essen. Das ist in den meisten Hotels so. Das Frühstück ist nicht so ausgerichtet, dass es auch Personen, die solche Allergien haben, essen können. Es gibt auch Leute, die gerne glutenfrei essen möchten. So ist es für mich manchmal so, dass es nur Brot gibt mit Konfitüre und Käse, also Hartkäse, Früchte und Eier.

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