Meine Erfahrungen mit Assistenz

Begleitpersonen zu finden, ist das Allerschwerste. Ich meine, selbst über Inserate zu suchen. Da habe ich schon erlebt, dass sich Leute meldeten, die keine Erfahrung hatten mit Menschen, die eine Behinderung haben. Ich habe viele Jahre selbst Inserate geschrieben. Es hatte sich niemand gemeldet. Für eine Assistenz muss man aber selbst suchen. Da bekommt man keine Hilfe vom Land. Aber das Geld schon. Daher kann ich sagen, dass sich schon wirklich Leute gemeldet haben, die keine Ahnung hatten.

Ich fand für 4 Monate eine Assistenz. Sie hatte wirklich nie mit Menschen zu tun gehabt, die eine Behinderung haben. Sie hat sich über mich lustig gemacht und mich beschimpft, wenn ihr etwas nicht passte oder sie meinte, dass ich etwas extra gemacht habe. Es war ihr egal, ob ich mich verletzte oder nicht. Sie wollte sogar mehr Geld haben und ich sollte alles für sie bezahlen. Ich weiss nicht, was man sich da so denkt. Es ist so, dass wir nur eine gewisse IV-Rente an Geld bekommen. Ich muss sagen, ich habe von Anfang an bemerkt, dass diese Frau mir nicht gutgetan hat. Am Schluss ging es so auseinander, dass sie mich auf offener Strasse beschimpfte. Ich sollte ihr mehr Geld zahlen. So kam natürlich heraus, dass sie sich an mir bereichern wollte. Ich muss allerdings sagen, das war nur eine Person, die ich so erlebt habe. Für mich habe ich dann entschieden, keine Assistenz mehr zu haben.

Dieses Erlebnis mit der Assistenz hatte mir gezeigt, dass man sich wirklich auf seine Gefühle verlassen kann. Am Anfang fand ich es großartig, jemand gefunden zu haben. Ich habe mich auch nie auf ihr Gejammer über zu wenig Geld eingelassen. Denn das bringt nichts. Du kannst so einer Person, die in ihrem Muster so festgefahren ist, nicht erklären, dass sie genug Geld bekommt. Also habe ich es so gemacht, dass ich ihr einfach zugehört habe. Ich habe ihr dann auch gesagt, daran kann ich nichts ändern, weil das so von der IV bestimmt wurde. Auch wenn ich den Schlussbetrag, den sie bekommt, selbst bestimmen kann.

Wie die Beschimpfung abgelaufen ist:

Als ich ihr den ersten Lohn überwiesen habe, kam sie zu mir und sagte „Hallo“. Das Zweite,  was sie zu mir sagte, war, ob ich mich nicht schäme, „wie ich ihr den Lohn ausgezahlt habe“. Weil ich eine Bareinzahlung gemacht hatte, wurden ihr 3 Franken abgezogen. Ich wusste zuerst gar nicht, um was es ging, sie hatte mich einfach nur beschimpft. Da habe ich nach meinem Gefühl das Richtige gemacht – ich habe ihr gesagt, sie solle gehen. Natürlich hat die Frau das nicht verstanden. Es gab jemanden, der sie für mich gefunden hatte. Er meinte, ich sollte ihr noch mal eine Chance geben! Ich möchte nur sagen, bitte hört auf euer Gefühl, wenn ihr merkt, es passt nicht. Dann nicht versuchen, nur etwas zu machen, weil andere um einen herum sagen, man sollte es. Vor allem, damit es nicht so ein Theater gibt, wie ich es erlebt habe. Also wirklich nicht alles gefallen lassen!

So etwas kann man auch melden. Denn es gibt einen Arbeitsvertrag. Bei mir hatte sie gegen mehrere Dinge verstossen. Zum Beispiel hatte sie ungefragt Fotos gemacht. Sie hatte gesagt, das würde mir sicher gefallen. Aber sie hat mir gegenüber keinen Respekt gezeigt. Es ist wichtig, dass man auf sich schaut und sich da nichts gefallen lässt. Wenn man möchte, kann man einer Person schon mal eine weitere Chance geben. Aber nach einer kurzen Zeit würde ich auf jeden Fall kündigen, wenn es nicht klappt. Also, was ich sagen wollte: Wirklich nicht immer auf die anderen hören, sondern auf das eigene Gefühl im Herzen. Denn das hat immer Recht!

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